Freigehege für Igel
Ein Freigehege dient vor allem als zeitweiliges Trainingscamp. Handaufgezogene Säuglinge und auch viele Jungigel hatten, bevor sie in menschliche Pflege kamen, noch nie selbst Futter gesucht. Dies können sie im Freigehege lernen. Außerdem trainieren sie ihre Muskeln, um auf das spätere Leben in Freiheit vorbereitet zu sein.
Ein
Freigehege bietet sich auch als vorübergehender
artgerechter und weitgehend natürlicher Lebensraum für solche Igel, die
zwar gesundet sind, aber wegen des Wintereinbruchs nicht mehr ausgesetzt werden
können. Diese Igel können dann im Freigehege winterschlafen
und haben zum Zeitpunkt der Auswilderung keine klimatischen
Anpassungsschwierigkeiten.
Für einen
Igel sollte man eine Gehegefläche von mind. 5m2 veranschlagen – ein Gehege kann aber nie groß genug sein!
Als
Standort wählt man einen mit Graß bewachsenen Platz, teilweise beschattet. Als
Bewuchs eignen sich einheimische Sträucher und Büsche.
Der Zaun
des Geheges muss mind. 50 cm hoch sein, um Ausbruchsversuche zu vereiteln, und
10 cm in den Boden eingelassen werden. Da der Igel ein Kletterkünstler ist,
muss der Zaun oben entweder stark nach innen gebogen oder mit einem nach innen
ragenden Brett versehen werden.
Ein Freigehege darf niemals dazu missbraucht werden, gesunde Igel gefangen zu halten!